Regional wall motion & segments
Views, thickening, 16-/17-segment models and reporting limits.
8 min read
Learning objectives
- Ich ordne regionale Befunde den apikalen Schnittebenen zu.
- Ich unterscheide systolische Verdickung von bloßer Wandbewegung.
- Ich kenne den Unterschied zwischen 16- und 17-Segment-Modell.
Eine erhaltene globale Auswurffraktion schließt eine regionale Funktionsstörung nicht aus. Die Auswertung beginnt deshalb mit den einzelnen Wänden und ihren Segmenten, bevor der globale Eindruck zusammengefasst wird.
Schnittebenen wiedererkennen
Schnittebenen in voller Größe öffnen
| Apikaler Schnitt | Gegenüberliegende Wände |
|---|---|
| Vierkammerblick | inferoseptal und anterolateral |
| Zweikammerblick | inferior und anterior |
| Dreikammerblick / apikale lange Achse | anteroseptal und inferolateral |
Die Wände werden entlang der Längsachse in basale, mittlere und apikale Abschnitte unterteilt. Ein korrekt eingestellter Apex ist Voraussetzung: Foreshortening kann die Spitze verdicken lassen und apikale Befunde verdecken.
Was im bewegten Bild zählt
- Enddiastole mit Endsystole vergleichen: nimmt die Wanddicke zu, und bewegt sich das Endokard nach innen?
- Nachbarregionen vergleichen: betrifft die Veränderung ein zusammenhängendes Gebiet oder erscheint sie nur in einem einzelnen Schnitt?
- Zweite Ebene suchen: eine vermeintliche Störung kann durch schräge Schnittführung oder schlechte Endokardabgrenzung entstehen.
- Gesamtbewegung berücksichtigen: Translation, Zug durch Nachbarsegmente sowie dyssynchrone Aktivierung bei LSB oder Pacing können Bewegung und aktive Kontraktion auseinanderfallen lassen.
Eine statische Abbildung erklärt die Orientierung, ersetzt aber keine Cine-Schleife zur Funktionsbewertung.
16 oder 17 Segmente?
Das 16-Segment-Modell ist für die routinemäßige Wandbewegungsanalyse geeignet. Das 17-Segment-Modell ergänzt die apikale Kappe und wird insbesondere zur Perfusionsdarstellung und zum Vergleich verschiedener Bildgebungsverfahren verwendet. Die Bewegung und Verdickung der äußersten apikalen Kappe sind echokardiografisch nicht zuverlässig wie die übrigen Segmente bewertbar.
Im Befund Modell, betroffene Segmente und Beurteilbarkeit nennen. Nicht sichtbare Segmente nicht stillschweigend als normal bewerten.
Befundsprache und Grenzen
Hypokinesie beschreibt eine verminderte, Akinesie eine fehlende systolische Kontraktion; Dyskinesie eine paradoxe systolische Auswärtsbewegung. Die Einordnung muss auf ausreichender Bildqualität beruhen.
Ein regionales Muster kann eine ischämische Ursache stützen. Es beweist weder Akuität noch den exakten Gefäßverschluss. Vorbefunde, Beschwerden, EKG und weitere Diagnostik bestimmen die klinische Einordnung. Koronardominanz und individuelle Gefäßverläufe verhindern eine starre Eins-zu-eins-Zuordnung.
Mini-quiz
1 / 1Eine Wand bewegt sich nach innen, verdickt sich aber kaum. Ist damit normale regionale Funktion bewiesen?
Take-aways
- Regionale Funktion wird anhand von Verdickung und Endokardbewegung beurteilt.
- Eine auffällige Region möglichst in einer zweiten Ebene bestätigen.
- Koronarterritorien sind variabel; die Segmentzuordnung beweist kein bestimmtes verschlossenes Gefäß.
Mark the lesson once you have worked through it – synced across devices with an account.