CourseKardio Beta

Stored EGMs and ICD episodes

Distinguish detection, rhythm and therapy sequence.

6 min read

Learning objectives

  • Ich lese Episoden mit Vorlauf, EGM-Kanälen, Markern und Therapieablauf.
  • Ich behandle ein Episodenlabel als zu prüfende Geräteklassifikation.

Das Episodenlabel ist das Ergebnis programmierter Detektionsregeln. Zur Befundung gehört der gespeicherte Signalverlauf, nicht nur der Zähler oder die Bezeichnung „VT“, „VF“ oder „AT/AF“.

Eigene schematische Darstellung: Vorlauf → EGM + Marker → Detektion → Therapie → Rhythmus danach. Keine Patientendaten, keine maßstäbliche Signal- oder Zeitdarstellung.
Eigene schematische Darstellung: Vorlauf → EGM + Marker → Detektion → Therapie → Rhythmus danach. Keine Patientendaten, keine maßstäbliche Signal- oder Zeitdarstellung.

In zeitlicher Reihenfolge lesen

  1. Vorlauf: Wie beginnt die Episode? Ist der Beginn überhaupt gespeichert?
  2. Signale: Welche atrialen und ventrikulären Nah-/Fernfeldkanäle stehen zur Verfügung? Stimmen schnelle Marker mit plausiblen lokalen Aktivierungen überein?
  3. Beziehung: Regelmäßigkeit, AV-Bezug, Morphologieänderung und Artefakte gemeinsam beurteilen. Ein einzelnes Merkmal beweist den Mechanismus nicht.
  4. Detektion: Welche Zone, Zählweise, Dauer und Diskriminatoren waren aktiv?
  5. Therapie und Ende: ATP, Ladebeginn, Schock, abgebrochene Therapie und Rhythmus danach auseinanderhalten.

Ein Nahfeldkanal mit sehr kurzen, irregulären Zusatzsignalen bei fehlender entsprechender Aktivität im Fernfeld macht Störungen verdächtig. Es beweist allein weder einen Sondenbruch noch die Abwesenheit einer Arrhythmie. T-Wellen-Oversensing kann zusätzliche Marker zwischen echten ventrikulären Aktivierungen erzeugen.

Befundgrenzen dokumentieren

Fehlender Vorlauf, begrenzte Speicherlänge oder fehlende Kanäle können eine sichere Zuordnung verhindern. Auch ein nicht gespeichertes Ereignis ist nicht automatisch ausgeschlossen: Detektionsgrenzen und Speichereinstellungen bestimmen, was verfügbar ist.

Dokumentiere Rhythmusbeurteilung und Sicherheit der Zuordnung, Symptome, Therapien und Rücksprache. Bei Synkope, anhaltenden Beschwerden oder wiederholten Schocks hat die unmittelbare klinische Beurteilung Vorrang vor der späteren Routineauswertung. Detektionszonen werden nicht allein anhand dieses Lernschemas umprogrammiert.

Mini-quiz

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Ein Gerät meldet „VF“. Was ist zuerst zu klären?

Take-aways

  • Eine detektierte VT/VF-Zone ist kein unabhängiger Rhythmusbeweis.
  • Nahfeld, Fernfeld, atrialer Kanal und Marker ergänzen sich.

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