KursKardio Beta

Facharzt-Training

Wissen. Begründen. Anwenden.

Für das klinische Fachgespräch üben: Wissen abrufen, Fälle strukturiert durchdenken und gezielt Lücken schließen.

Dein Fachgebiet

Vorhandene Fragenbanken · deutschsprachig

Thema filtern, Fragen mischen und Antworten aufdecken. Die vorhandenen Banken zeigen die Position in der Sitzung; ein dauerhafter Lernfortschritt wird nicht gespeichert.

Ein roter Faden fürs laute Denken

Allein oder mit einer Lernpartnerin oder einem Lernpartner.

  1. Zusammenfassen

    Das zentrale Problem in einem Satz benennen.

  2. Priorisieren

    Akute Risiken und plausible Alternativen nennen.

  3. Begründen

    Erklären, welcher nächste Befund die Entscheidung verändert.

  4. Überprüfen

    Verlaufskontrolle und Eskalationskriterien benennen.

Schematische Gesprächsstruktur — an die klinische Situation anpassen.

Vier Fälle. Das Gespräch beginnt.

Fiktive Lehrfälle. Erst diskutieren, dann die Kernpunkte aufdecken.

01Kardiologie · Prioritäten setzen

Thoraxschmerz ohne klare ST-Hebung

Eine Person kommt mit anhaltendem retrosternalem Druck. Das erste EKG zeigt keine eindeutige ST-Hebung. Wie strukturieren Sie das weitere Vorgehen?

Laut diskutieren

  1. Was prüfen Sie sofort, bevor Sie eine Diagnose festlegen?
  2. Was bedeutet ein zunächst nicht diagnostisches EKG?
Kernpunkte zum Abgleich öffnen
  • Zuerst klinische Stabilität und Vitalparameter beurteilen. Anamnese, Untersuchung und 12-Kanal-EKG zusammen bewerten; bedrohliche Differenzialdiagnosen mitdenken.
  • Fehlende ST-Hebungen schließen ein ACS nicht aus. Bei anhaltenden Beschwerden das EKG wiederholen und hochsensitives Troponin im zeitlichen Verlauf nach validiertem Algorithmus einordnen. Bei Instabilität oder Verdacht auf akute Okklusion dringlich eskalieren.

Ein einzelner unauffälliger Befund beendet die klinische Beurteilung nicht.

Gezielt vertiefen: OMI/NOMI — jenseits der ST-Hebung
02Kardiologie · Befunde verbinden

Dyspnoe und Knöchelödeme

Eine Person berichtet über zunehmende Belastungsdyspnoe und geschwollene Knöchel. Sie vermuten eine Herzinsuffizienz. Welche Befunde brauchen Sie zur Einordnung?

Laut diskutieren

  1. Welche Untersuchung ergänzt Ihre klinische Einschätzung?
  2. Warum reicht die Ejektionsfraktion allein nicht aus?
Kernpunkte zum Abgleich öffnen
  • Symptome und Stauungszeichen sind Ausgangspunkte, aber nicht spezifisch. EKG, natriuretische Peptide und Echokardiographie helfen bei der Einordnung; alternative Ursachen und Begleiterkrankungen berücksichtigen.
  • Im Echo auch Kammergrößen, Klappen, rechte Herzhälfte und Hinweise auf erhöhte Füllungsdrücke beurteilen. Eine erhaltene Ejektionsfraktion schließt Herzinsuffizienz nicht aus; Befunde müssen zum klinischen Bild passen.

Die Diagnose entsteht aus Klinik und objektiven Befunden, nicht aus einer einzelnen Zahl.

Gezielt vertiefen: Strukturierter Befund & Fallstricke
03Kardiologie & Innere · Risiko erkennen

Bewusstseinsverlust bei Belastung

Eine Person ist beim Treppensteigen kurz bewusstlos geworden und nun wieder orientiert. Welche Angaben und Befunde bestimmen Ihre Risikoeinschätzung?

Laut diskutieren

  1. Was fragen Sie die betroffene Person und Zeugen?
  2. Welche Basisuntersuchungen und Warnzeichen sind relevant?
Kernpunkte zum Abgleich öffnen
  • Auslöser, Prodromi, Dauer, Erholung, Palpitationen, Medikamente und kardiale Vorgeschichte erfragen; Fremdanamnese ergänzen. Prüfen, ob das Ereignis zu einer Synkope passt.
  • Zur Basis gehören Untersuchung, Blutdruck im Liegen und Stehen sowie EKG. Belastungssynkope, strukturelle Herzerkrankung oder auffälliges EKG sprechen für ein erhöhtes Risiko und erfordern zeitnahe gezielte Abklärung, gegebenenfalls Überwachung.

Die rasche Erholung allein ist kein Entwarnungszeichen.

Gezielt vertiefen: Schenkel-/AV-Blöcke & Tachyarrhythmien
04Innere Medizin · Mechanismen unterscheiden

Hyperkaliämie bei Nierenfunktionsstörung

Bei verschlechterter Nierenfunktion wird eine schwere Hyperkaliämie gemeldet. Das EKG wirkt zunächst unauffällig. Erklären Sie Ihre Prioritäten und die Behandlungsprinzipien.

Laut diskutieren

  1. Kann das EKG die Gefährdung ausschließen?
  2. Was unterscheidet Herzschutz, Kaliumverschiebung und Elimination?
Kernpunkte zum Abgleich öffnen
  • Auch schwere Hyperkaliämie kann ohne typische EKG-Veränderungen vorliegen. Dringlich klinisch beurteilen, überwachen, Hilfe hinzuziehen und den Laborbefund prüfen, ohne notwendige Therapie zu verzögern.
  • Kalzium schützt bei entsprechender Indikation das Myokard, senkt aber Kalium nicht. Insulin/Glukose verschiebt Kalium in Zellen; Elimination entfernt es aus dem Körper. Kalium und Glukose nachkontrollieren, Ursachen behandeln und bei Bedarf Nierenersatztherapie abklären.

Ein normales EKG schließt gefährliche Hyperkaliämie nicht aus.

Gezielt vertiefen: Systematische Befundung in 10 Schritten

Aus einer Wissenslücke wird ein Lernziel.

Das passende Kapitel nacharbeiten, mit eigenen Worten erklären und anschließend zu den Fragen zurückkehren.

Lernkapitel durchsehen