CardioCource

Physik des Ultraschalls

Wellenlänge, Frequenz, Auflösung — was die Bildqualität bestimmt.

6 Min. Lesezeit

Lernziele

  • Sie kennen die Grundgrößen einer Schallwelle (Frequenz, Wellenlänge, Amplitude).
  • Sie verstehen den Zielkonflikt zwischen Eindringtiefe und Auflösung.
  • Sie können typische Schallkopf-Frequenzen für TTE benennen.

Die Physik des Ultraschalls ist das Fundament jeder echokardiographischen Untersuchung: Wer Bildqualität bewusst optimieren möchte, muss die Beziehungen zwischen Frequenz, Wellenlänge und Eindringtiefe verstehen.

Schallwelle — die Grundgrößen

Eine Schallwelle ist eine periodische Druckschwankung, beschrieben durch:

  • Frequenz f — Anzahl Schwingungen pro Sekunde, in Hz.
  • Wellenlänge λ — Abstand zwischen zwei Maxima, in mm.
  • Amplitude A — maximale Druckauslenkung; bestimmt die Schallintensität.
  • Schallgeschwindigkeit c — im Weichgewebe konstant ≈ 1540 m/s.

Es gilt c = f · λ, also λ = c / f.

Frequenz vs. Eindringtiefe

FrequenzEindringtiefeAxiale Auflösung
2 MHz~ 30 cmgrob
3,5 MHz~ 20 cmmittel
5 MHz~ 12 cmgut
7,5 MHz~ 6 cmhoch

Trade-off: höhere Frequenz heißt bessere Auflösung, aber stärkere Dämpfung. Für TTE Erwachsener wählt man üblicherweise 2–3,5 MHz, für TEE 5–7 MHz, für pädiatrische Schallköpfe 5–8 MHz.

Auflösung

  • Axiale Auflösung ≈ ½ Pulslänge → mit höherer Frequenz besser.
  • Laterale Auflösung hängt von Strahlbreite ab → fokus­abhängig.
  • Zeitliche Auflösung (Frame-Rate) wird mit Sektorgröße und Linienzahl abgewogen.

Mini-Quiz

1 / 2

Wie hängen Frequenz und Wellenlänge im Weichgewebe zusammen?

Take-aways

  • Höhere Frequenzen → bessere axiale Auflösung, aber geringere Eindringtiefe.
  • Schallgeschwindigkeit im Weichgewebe: c ≈ 1540 m/s.
  • TTE-Schallköpfe arbeiten typischerweise bei 2–5 MHz, kindliche/TEE-Sonden höher.