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Cabrera-Format und Ableitung −aVR

Warum die Anordnung der Ableitungen Diagnostik vereinfacht.

7 Min. Lesezeit

Lernziele

  • Sie kennen die Standard-Anordnung der 12 Ableitungen.
  • Sie verstehen den Vorteil des Cabrera-Formats.
  • Sie wissen, warum −aVR statt aVR sinnvoll ist.

Das Cabrera-Format ist eine alternative Darstellung des 12-Kanal-EKGs, die in vielen europäischen Ländern (insbesondere in Schweden) Standard ist. Es ordnet die sechs Extremitätenableitungen so an, dass benachbarte Ableitungen auch anatomisch benachbart sind.

Standardanordnung vs. Cabrera

In der klassischen Anordnung wird I, II, III, aVR, aVL, aVF notiert — die Ableitungen springen also zwischen Vektorrichtungen hin und her. Im Cabrera-Format ergibt sich die anatomisch geordnete Reihe:

aVL — I — −aVR — II — aVF — III

Diese Reihenfolge entspricht einer Drehung im Uhrzeigersinn um 30° und ermöglicht es, den Vektorverlauf als kontinuierliche Bewegung über benachbarte Ableitungen zu lesen.

Warum −aVR?

aVR zeigt den Vektor "von oben rechts" — bei Sinusrhythmus also typischerweise negativ. Invertiert man die Ableitung (−aVR), zeigt sie dasselbe Geschehen mit positiver Polarität wie die anderen fünf Extremitätenableitungen. Das hat drei praktische Konsequenzen:

  1. ST-Hebungen in −aVR werden direkt sichtbar (klassisches Beispiel: linker Hauptstamm).
  2. Lagetypen lassen sich auf einer durchlaufenden Skala bestimmen.
  3. P-Wellen-Achsen sind im Cabrera-Format auf einen Blick erkennbar.

Mini-Quiz

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Welche Reihenfolge der Extremitätenableitungen entspricht dem Cabrera-Format?

Take-aways

  • Im Cabrera-Format folgen die Ableitungen anatomisch von links nach rechts: aVL, I, −aVR, II, aVF, III.
  • −aVR (invertierte aVR) macht Ischämien und Lagetypen leichter erkennbar.
  • Der lineare Sektor in der Frontalebene reicht von −150° bis +120° in 30°-Schritten.